!--TYPO3SEARCH_begin--

Warum zurück zum Mond? Teil 1

Wiederaufnahme des Mondprogrammes

Eines der mittelfristigen Raumfahrtziele, welches die DRG-GSS e.V.  propagiert und unterstützt, ist eine Wiederaufnahme des Mondprogrammes.

Mit Astronauten und ständigen Stationen? Das kostet doch ein Heidengeld? Richtig! Es muß aber nicht gleich soviel sein wie vor einiger Zeit in Zusammenhang mit dem amerikanischen Ex-Präsidenten George W. Bush-Vorschlag genannt wurde. Es gibt dafür eine ganze Menge von Gründen für einen zweiten Anlauf. Daß das Apollo-Programm wissenschaftlich unergiebig gewesen sei, weil der Mond eben nichts hergibt, gehört zu den hartnäckig wiedergekäuten Zeitungsenten (so, wie die verflixte Teflon-Pfanne).

Tatsächlich wurde das Programm fast mutwillig abgebrochen, gerade als es mit Apollo 16 und 17 begann, wissenschaftliche Früchte zu tragen. Aber hier soll jetzt nur ein ganz besonders spektakulärer Aspekt beleuchtet werden:

 

Wasser an den Mondpolen

Entsprechend der gegenwärtigen Interpretation der Messungen der Satelliten Clementine (1999) und Lunar prospector existieren Eisreservoire in den seit Ewigkeiten im Schatten liegenden tiefen Kraterregionen am Nord- u. Südpol. Entstanden sind diese vielleicht durch den über Jahrmilliarden erfolgenden unregelmäßigen Einschlag von Kometenkernen, von denen es ja im Sonnensystem unglaublich viel mehr gibt, als man bis vor einiger Zeit glaubte. Diese Einschläge erfolgten natürlich überall auf dem Mond, aber nur im ewigen Schatten (die Mondachse steht fast senkrecht zur Mondumlaufbahn!) konnten sich Eisvorräte ansammeln ohne gleich zu verdunsten.

wem das unglaubwürdig vorkommt, der muß bedenken, daß die Einschlagsenergie eines ankommenden Körpers auf dem Mond ca. 80 mal geringer ist als auf der Erde. So ist die Hitzeentwicklung beim Einschlag auch geringer und die Vorstellung, daß Teile der flüchtigen gefrorenen Stoffe erhalten bleiben und nun im Regolith, dem lockeren "Mondstaub", vergraben sind, nicht völlig abwegig. Dieses "Vergrabensein" ist dabei ein wichtiger Punkt. Denn freie Eisflächen sind im Vakuum nicht lange haltbar, zu-mindest wenn es sich um Wassereis handelt. Es sublimiert rasch, geht also von der festen Phase direkt in die Gasphase über und rauscht davon.

Liegen aber Eisvorkommen in einer Tiefe von, sagen wir mal 10 - 50 m, dann unterliegen sie einem gewissen Druck und verdampfen nur ganz allmählich, wobei der Dampf sich seinen Weg durch den Porenraum des Regoliths mühsam bahnen muß. Vermutlich hat Clementine diese austretenden Spuren gemessen und nicht das Wassereis selbst. Die räumliche Ausdehnung dieser Zone am Südpol soll ganz beachtlich sein, nämlich der Fläche von Zypern entsprechend, also ca. 9000 km2. Über die Schichtstärke ist vorläufig noch nichts bekannt.

Wenn es sich um eine nur 1 m dicke Schicht handeln würde, welche dazu noch mit Regolith vermengt ist, sagen wir zu 80 %, dann würden allein am Südpol fast zwei Milliarden cbm an Eis vorhanden sein, auf der Erde wären dies zwei Milliarden Tonnen an Gewicht, die Masse beträgt auf dem Mond natürlich auch zwei Milliarden Tonnen.

 

 

!--TYPO3SEARCH_end--
!--TYPO3SEARCH_begin--

Weitere Themenbereiche:

  1. FolderAstrophysik Physik und Theorie der Raumfahrt
    1. Apophis Die Möglichkeiten eines Asteroideneinschlages
    2. Künstliche Schwerkraft Probleme bei der Rotogravitation
    3. Das Global Positioning System Das GPS-System ist eine segensreiche Schöpfung, die genauso wie das Internet und die Entdeckung der Plattentektonik, letztlich auf das Pentagon zurückgeht...
    4. Die Trojaner Hier geht es nicht um die alten Heldensagen...
    5. Wie viele Planeten hat das Sonnensystem ? Das Ende der klassischen Systematik
    6. Exorbitantes im Sonnensystem Rekorde aller Art
  2. FolderLeben im Weltraum Auf welchen Himmelskörpern ist Leben möglich? Gibt es ausserirdisches Erbgut?
    1. Terraforming - Die Erde Können lebensfeindliche Welten umgeformt werden?
    2. Terraforming - Der Mars Können Lebensfeindlichen Welten umgeformt werden?
    3. Terraforming - Die Venus Können lebensfeindliche Welten umgeformt werden?
    4. Terraforming - Der Mond Können lebensfeindliche Welten umgeformt werden?
    5. Terraforming - Der Merkur Können lebensfeindliche Welten umgeformt werden?
    6. Ausserirdisches Erbgut? "Jede außerirdische Zivilisation in unserer Ecke der Galaxis wäre der unseren technisch vermutlich um viele zehn oder gar hundert Millionen Jahre voraus"
    7. Der Marskalender Nach welchen Regeln kann man das Datum auf dem Mars bestimmen? Warum kann der irdische Kalender dort nicht funktionieren?
    8. Wohnen wie auf dem Mars Das erste Space House bereits 2008 beziehbar!
    9. Wege zu einer Mondbasis Bauen unter verminderter Schwerkraft
  3. FolderRaumfahrttechnik Praxis und Konzepte der Raumfahrt
    1. Der Weltraumfahrstuhl 1 Das stationäre Seil, Physikalische Grundlagen
    2. Der Weltraumfahrstuhl 2 Probleme bei der praktischen Durchführung
    3. Antriebsarten Physikalische und physiologische Grenzen der verschiedenen Antriebsarten in der Raumfahrt.
    4. Das VISITOR-Konzept Pendelraumschiffe
    5. Der Flug zu den Sternen Teil 1 Ist der Flug zu den Sternen möglich? - Raumfahrt-Antriebe der Zukunft
    6. Der Flug zu den Sternen Teil 2 Neue Antriebskonzepte. Nullpunkt-Energie / Quantenfluktuation
    7. Der Flug zu den Sternen Teil 3 Neue Antriebskonzepte • Negative Energie • Alcubierres Warp-Antrieb • Wurmlöcher
!--TYPO3SEARCH_end--